Naturgegebenheiten
Die Zalaerdő G AG wirtschaftet in dem südlichen teil ungarns, überwiegend auf dem verwaltungsgebiet vom komitat zala, in staatlichem eigentum stehenden Wäldern. Das gesamtgebiet der verwalteten wälder beträgt zurzeit 56 tausend Hektar und sie befinden sich in sechs Försterei regionen: Őrség, Göcsej, Ost-Zala-Hügelland, Kemenes-Seenplatte, Marcal-Becken und Innen-Somogy. Aus den teilen dieser försterei Regionen gehören die folgenden zu dem verwaltungsgebiet von Zalaerdő G AG: Nieder-Őrség, Göcsej-Hügelland, Kerka-Mura-Ebene, Ost-Zala-Lössgebiet, Kanizsa-Sandgebiet, Nieder-Kemenes-Seenplatte, Kemenes-Boden, Innen-Somogy-Sandgebiet.

| Nieder-Őrség | Göcsej-Hügelland | ||
| Kerka-Mura-Ebene | Göcsej-Hügelland | ||
| Kanizsa-Sandgebiet | Nieder-Kemenes-Seenplatte | ||
| Kemenes-Boden | Innen-Somogy-Sandgebiet | ||
| Die von Zalaerdő g AG. verwalteten Wälder |
Őrség
Őrség liegt in dem Landschaftsteil östlich von dem Fluss Raab; die, auf dem westlichsten Gebieten stehenden, von der Zalaerdő g AG verwalteten Wälder befinden sich in Nieder-Őrség. Nieder-Őrség ist die begünstigte Kiesdecke des Flusses Raab, die meistens von Lehmletten aus dem Eiszeitalter bedeckt wird. Die Wasserfesteigenschaft der Oberfläche wird durch die unter dem Letten aus dem Eiszeitalter befindliche Lehmkiesschicht gesteigert. Die Landschaft wird im Norden durch die Täler der in den Fluss Raab fließenden Bäche, im Süden durch die in den Fluss Zala und in den Fluss Kerka fließenden Täler gegliedert.
Das Klima ist kühlgemäßigt und steht unter humider Wirkung, sub-alpin, die niederschlagsreichste Landschaft des Landes. Die jährliche Durchschnittstemperatur ist 9,5 °C, die Menge des jährlichen Durchschnittsniederschlags ist 738 mm. Aufgrund der Durchschnittsangaben des Gebietes wird die Landschaft durch Buchen-Klima charakterisiert. Regenschauer kann periodisch luftlosen Zustand verursachen, stockendes Wasser entsteht in dem Boden, deshalb kommen hier vorwiegend die solchen Umständen ertragende Waldkiefern und Eichen vor. Auf den, über bessere Wasserdurchlässigkeit verfügenden Gebieten befinden sich Buchenwälder.
Auf den Letten-Boden ist meistens brauner Waldboden mit stockendem Wasser entstanden. Die Landschaft hat viele Waldgebiete, wo die Buchen- und Weißbuche-Eichenwälder bestimmend sind, sich mit kalkmeidenden Wäldern mosaikartig wechselnd. Waldkiefer hat erhebliche Populationen, auf den Gebieten mit der Wirkung von überschüssigem Wasser sind Salici cinereae und Erlenalleen zu finden.
Göcsej
In unserer Forstwirtschaftstätigkeit ist die Forstlandschaft von Göcsej am wesentlichsten, die mehr oder weniger die ehemalige Buchenregion von Göcsej und teilweise die Kieferregion von Göcsej bedeckt. Sie besteht aus zwei Landschaftsteilen: Göcsej-Hügelland und Kerka-Mura-Ebene.
Das Göcsej-Hügelland ist wirklich tippelig gegliedert. Die Böden auf den Hügelrücken sind auf Lössablagerung, bzw. auf Letten aus dem Eiszeitalter entstanden. Auf den steilen, erodierten Hängen kommt der typische Lehmboden auf vielen Gebieten vor. Für das Terrain sind die mit Kolk gestückelten Hügelzüge in der nord-südlichen Richtung und die zwischen ihnen befindlichen, engen Täler charakteristisch. Hochebenartiger Kamm kommt nur auf einem kleinen Gebiet vor, die Höhe über dem Meeresspiegel verändert sich zwischen 140-330 Meter. Der Hauptcharakterzug der Kerka-Mura-Ebene ist der Wasserüberfluss, der über den viel Niederschlag, den wasserfesten Lehmschichten und dem geringen Hang zu danken ist.
Das Klima von Göcsej wird von sub-alpinen und sub-mediterranen Wirkungen geformt. Die Quantität des jährlichen Niederschlags ist über 800 mm, mehr als ihrer Hälfte fällt in der Zuchtperiode. Ein Niederschlagmaximum ist in den Monaten von Juni und September charakteristisch. Infolge der häufigen Sommerregenschauer ist die Luftfeuchtigkeit hoch, das Klima ist ausgeglichen und kühl.
Auf dem lössartigen Letten-Grundgestein der typischen Ablagerung sind Böden mit großer Fruchtbarkeit entstanden. Der braune Lehmwaldboden ist typisch, die CaCO3-freie, fruchtbare Bodenschicht übersteigt 1 Meter. Ein Subbodentyp mit stockendem Wasser befindet sich auf den Hügelranken mit mildem Hang, an den Füßen des Hügels und in den Tälern, wohingegen braune Waldböden mit stockendem Wasser in den Tälern mit reichlicher Wasserversorgung vorkommen. Auf den Gebieten der Täler mit leckendem Wasser können Wiesenwaldboden und an den Wasserläufen der Landschaft (Kerka, Mura, Válicka, Cserta) Schwemmböden gefunden werden. Auf allen Bodentypen können ausgezeichnete Waldpopulationen leben.
Die typische Waldgesellschaft der Landschaft ist der Buchenwald, in dem auf den Gipfeln Traubeneichen, an den Füßen Sieleichen und Waldkiefern zu finden sind; diese werden überall von Weißbuchen begleitet. Charakteristische Begleitungsarten sind Vogelkirschen in den Hügeln, Bergahorne, Bergulmen und Gemeine Eschen in den Tälern und in den Schluchten. In dem nördlichen Teil der Landschaft kommt Waldkiefer als einheimische Art vor, wertvolle, mehrstufige Populationen bildend. An den Wasserläufen kommen Stieleichen und Schwarzerlen auch häufig vor.
Ost-Zala-Hügelland
Die von der Zalaerdő g AG verwalteten Wälder befinden sich in dem östlichen Teil des Komitats Zala, in zwei Landschaftsteilen der Forstlandschaft des Ost-Zala Hügellandes. Der bestimmende Landschaftsteil der Landschaft ist das Ost-Zala-Lössgebiet, das aus Hügelzügen mit nordsüdlicher Richtung und aus Tälern mit wechselnder Breite besteht. An den Böden der Täler fließen Bäche gewöhnlich, sie können nicht richtig fließen, deswegen entstehen stockende Wasser. Die Landschaft ist in dem Pleistozän entstanden, auf ihrer Oberfläche hat sich eine 2-3 m Lössdecke angelagert. Sie wird durch die für ein Lössgebiet kennzeichnende Gliederung, steile Hügelrücken und Täler mit Kolk charakterisiert, ihre Höhe über dem Meeresspiegel ist 150-280 m. Die Wälder stehen vorwiegend auf den Hügelrücken, in den breiten, aufgefüllten sumpfigen Tälern sind meistens keine Bäume zu finden (Zala, Tal des Principális-Kanals). Der Landschaftsteil des Kanizsa-Sandgebietes ist ein früheres Flussbett, sein Grundgestein ist der kalkige Sand. Seine Oberfläche ist ein bisschen wellig, mit Dünen in der nordsüdlichen Richtung.
Für das Klima des Ost-Zala-Lössgebietes sind sub-atlantische und sub-mediterrane Wirkungen charakteristisch, aber die mediterrane Wirkung ist stärker. Die Quantität des jährlichen Niederschlags bleibt unter 750 mm, die jährliche Durchschnittstemperatur ist 10,5 °C. In dem nördlichen Teil der Landschaft steigert sich die kontinentale Wirkung. Die Hügelgipfel sind trockener, sie stehen unter den Wirkungen von Wind und Sonnenschein häufiger. Für das Klima des Kanizsa-Sandgebietes sind eine stärkere Sommeraufwärmung und die größere Häufigkeit der späteren Fröste charakteristisch. Auf den Dünen können wegen des schnellen Ablaufs des Niederschlags extrem trockene Verhältnisse vorkommen.
Das Ost-Zala-Lössgebiet ist größtenteils auf Löss entstanden, und verfügt über Bodentype mit guter Fruchtbarkeit. Am populärsten ist der Karbonat-freie, braune Lehmwaldboden. Auf den Lösshügeln der nördlichen Landschaft befinden sich Ramann-artige braune Lehmwaldböden. Hier ist die fruchtbare Bodenschicht 60-80 cm dick, Kalk-frei, aber relativ trocken. Der charakteristische Bodentyp des Kanizsa-Sandgebietes ist der rostbraune Waldboden mit einer mehr als 80 cm größeren fruchtbaren Bodenschicht. Für die Wälder ist der rostbraune Lehmwaldboden viel günstiger, in dessen Struktur Letten zu finden ist. Eingeschwemmte braune Waldböden und Humus- und Karbonat-Sandböden sind noch befindlich. Die Proportion der Wiesen- und Schwemmwaldböden ist in den Tälern und an den Wasserläufen in der ganzen Landschaft noch signifikant.
Die Waldgesellschaften des Ost-Zala-Lössgebietes verändern sich der Aussetzung, dem Bodentyp und der Wasserversorgung entsprechend. In der nördlichen und östlichen Aussetzung sind Buchen-, auf den Hügelrücken Zerreichen- und Traubeneichen-, auf den Hügelranken Traubeneichen-, an den Füßen des Hügels Stieleichenwälder die kennzeichnenden Type der Wälder. In den Tälern werden Stieleichen von Gemeinen Eichen und Schwarzerlen begleitet, wohingegen sich Erlenwälder auf den Riedböden befinden. Infolge von Kulturwirkung kommen Akazien und Waldkiefern oft vor. Typische Mischbaumarten sind Weißbuchen, Vogelkirschen, Edelkastanien, Winterlinden und Ahorne. Der verbreitetste Typ der Wälder sind die Weißbuchen-Stieleichenwälder auf dem Kanizsa-Sandgebiet, auf der hohen Stufe mit Zerreichen und Waldkiefern, auf der Strauchstufe mit Weißbuchen und Winterlinden. Unter trockneren Verhältnissen werden Stieleichen von Birken begleitet, auf den nasseren Anbaugebieten von Gemeinen Eschen und Flatterulmen. Die Senken und Niederungen zwischen den Sanddünen besetzen Erlenwälder. Auf den trockensten Anbaugebieten befinden sich Akazien-, Waldkiefer- und Schwarzkieferwälder.
Kemenes-Seenplatte
Die Zalaerdő g AG wirtschaftet in dem südlichen Landschaftsteil der Kemenes-Seenplatte, auf dem südlichen Teil der Nieder-Kemenes-Seenplatte. Das Grundgestein ist die durch die Wassermenge aus den Alpen heruntergefegte Quarzkiesdecke, mit geringer Lössschicht. Die Nieder-Kemenes-Seenplatte besteht aus sanften Hügelrücken, bzw. ist sie flach, die Höhe über dem Meeresspiegel wechselt sich zwischen 150–250 m.
Kühlgemäßigte und nassgemäßigte Klimawirkungen charakterisieren das Gebiet, die jährliche Durchschnittstemperatur ist 9,9 °C, die Menge des jährlichen Durchschnittsniederschlags ist 675 mm.
Die Böden sind abwechslungsreich. Auf den, größtenteils von den Wirkungen von überschüssigem Wasser unabhängigen Anbaugebieten können Kiesstrukturboden, rostbrauner Waldboden und andere braune Waldböden gefunden werden.
Auf den besseren Anbaugebieten der Nieder-Kemenes-Seenplatte kommen Buchen- und Erlenwälder neben den Traubeneichen-, Stieleichen- und Zerreichen als Hauptbaumpopulationen vor. Mischbaumarten sind: Vogelkirschen, Birken, Feldahorne, Feldulmen, Silberweiden und Waldkiefern. In den gestückelten Kolkgraben sind Akazien überall zu finden, auf dem seichten, zementierten Kiesboden bilden sie eine große Population.
Marcal-Becken
Von der Zalaerdő g AG verwaltete Waldgebiete können wir in dem westlichen Landschaftsteil des Marcal-Beckens, auf dem südlichen Teil des Kemenes-Bodens, in der nordöstlichen Ecke des Komitats Zala finden. Der Kemense-Boden ist ein durch Bachtäler sanft gegliederter Terrassenhang, auf der Oberfläche sind Sand und Letten die Bodengesteine, wo vorwiegend rostbrauner Waldboden und Humussandboden sind.
Die Landschaft steht unter warmgemäßigter und nassgemäßigter Klimawirkung. Die jährliche Durchschnittstemperatur ist 10,4 °C, die Menge des jährlichen Durchschnittsniederschlags ist 636 mm. Auf den hoch liegenden Terrassen des Kemenes-Bodens bilden Zerreichen und Weißbuchen-Eichenwälder die natürliche Vegetation, aber Akazien- und Waldkieferwälder sind auch zu finden.
Innen-Somogy
Auf dem westlichsten Teil des Landschaftsteils des Innen-Somogy-Sandgebietes sind von der Zalaerdő g AG verwaltete Wälder zu finden. Der Landschaftsteil wurde vormals durch die vom Norden ankommenden Flüsse und dann durch den Wind geformt. Sein Klima ist warmgemäßigt und nassgemäßigt. Die jährliche Durchschnittstemperatur ist 10,3 °C, die Menge des jährlichen Durchschnittsniederschlags ist 732 mm.
Auf dem Innen-Somogy-Sandgebiet sind vorwiegend Sandböden zu finden. In seiner natürlichen Vegetation sind die Weißbuchen-Stieleichenwälder bestimmend. In den Tälern zwischen den Rücken sind Alleewälder mit Hartbäumen, Salici cinereae und Erlenwälder entstanden.





