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Das Erbe eines sibirischen Kriegsgefangenen
Die erste Baumschule wurde von Károly Pagony, dem zeitgenössischen Waldoffizier der Zichy-Liegenschaft in Surd im Jahre 1921 gegründet, nachdem er aus der russischen Kriegsgefangenschaft heimgekehrt war.
Pagony, der von seinen Försterkollegen als der Liebhaber von den Nadelbaumarten genannt wurde, hat zahlreiche Säumen während seiner sibirischen Kriegsgefangenschaft gesammelt, und hat diese in den Futterstoff seines Mantels eingenäht nach Hausegerettet; so konnte er bei dem Anbau von Exote-Baumarten, das heißt den nichteinheimischen, aus einem anderen Kontinent oder einer anderen Klimazone eingebrachten und in den Anbau einbezogenen Pflanzen- und Baumarten in der Baumschule in Surd helfen.
Die ältesten Bäume wurden im Jahre 1927 in der Baumschule gepflanzt. Er hat die gigantischen Nadelbäume mit Erdbällen verkauft, weil der gebundene Lehmboden in Surd dafür ausgezeichnet geeignet war. Die Baumschule hat sofort einen guten Ruf in dem ganzen Land erworben. Nach dem zweiten Weltkrieg, bis 1945, war Pagony der Leiter der Forstverwaltung in Surd. Im Jahre 1946 wurden in der Baumschule in Surd schon siebenundsiebzig verschiedene Arten in dem Inventar registriert, das heißt, „der Liebhaber von Nadelbaumarten“ hat hier ohne Zweifel eine Pionierarbeit erledigt. Die erste Baumschule hat sich um den alten gegrabenen Brunnen herum (teilweise auf dem Ort des heutigen Kirchengartens) befunden, und nur nach der späteren Verbreitungsarbeiten hat sie ihren Platz dort bekommen, wo die ältesten Alleen des Gartens heute zu finden sind.
Im Jahre 1950 wurde Surd verwaltungsmäßig von Komitat Somogy an Komitat Zala angeschlossen, und fünf Jahre später hat die ehemalige Forstwirtschaftsfirma von Komitat Süd-Zala die Rekonstruktionsarbeiten der Baumschule angefangen, und von dieser Zeit an wurde auch der Zierbaumschulenhandel angefangen. (Wenn der zweite Weltkrieg nicht gewesen wäre, dann hätte die Baumschule den in den 1930er Jahren erworbenen Landesruf nicht verloren.) In den sechziger Jahren hat die 2,3-Hektar große Baumschule wieder angefangen sich zu entwickeln, neue Kaltbeeten und ein Treibhaus wurden gebaut, dann hat sich diese Entwicklung in dem folgenden Jahrzehnt fortgesetzt: ein Bewässerungsnetzwerk wurde gebaut, mehr Warmhäuser wurden errichtet. Im Laufe der Jahre ist auch das Gebiet der Baumschule zugenommen, in 80er Jahren wurde es schon auf einem 13,7-Hektargroßen Gebiet bewirtschaftet. Die Baumschule hat im Jahre 1992 über 138 verschiedene Nadelbaumarten, und über 35 Zierstraucharten verfügt.
Heutzutage funktioniert sie als eine Zierbaumschule, keine Pflänzlinge werden hier für forstliche Zwecke angebaut. Auf dem 13,7-Hektar großen Gebiet werden vorwiegend Nadelbaumarten kultiviert, sowie Laubziersträucher – aus 110-120 verschiedenen Arten. Solche Kuriosen kommen hier vor, wie zum Beispiel Glanzmispeln- oder japanische Nadelbaumarten.
Fürweitere Informationen:
ZALAERDŐ g AG – Forstwirtschaftsabteilung
6. Múzeum Platz, 8800 Nagykanizsa
Telefon: +3693500214; +36304742025
E-Mail: erdogazdalkodas@zalaerdo.hu
Zierbaumschule in Surd
48/a Kossuth Straße, 8856 Surd
Telefon: +36304742028
E-Mail: csemetekert.surd@zalaerdo.hu